Man muß über den Tellerrand hinauskucken

pfauDas gilt ganz besonders für den Mittelstand. Er ist traditionell regional, bestenfalls national aufgestellt gewesen. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen war und ist er bisher ein wichtiger und verlässlicher Zulieferer großer Systemhäuser – flexibel, innovativ und leistungsstark – das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, wichtigster Arbeitgeber, Ausbildender, als Familienunternehmen sozial verpflichtet. In dieser Rolle war und ist er stark und es geht ihm mehr oder weniger gut dabei.
Doch die Welt verändert sich und die Globalisierung der Weltwirtschaft macht keinen Bogen um Deutschland. Deutschlands große Konzerne sind längst in der Welt unterwegs – kein Platz mehr für nationale Romantik. Der Mittelstand muß für die Globalisierung fit gemacht werden. Das gilt hinsichtlich seiner Produkte, seiner Innovationskraft, seiner Flexibilität, Preispolitik , seiner Unternehmenskultur und vieler anderer Dinge mehr.

Das BMWi, das BMZ und die Landesministerien für Wirtschaft versuchen aktuell auf diese Herausforderungen zu reagieren. Mit Bundes- und EU-Mitteln unterstützen Sie in spezielle für KMU aufgelegten Außenwirtschaftsförderprogrammen den deutschen Mittelstand dabei auf Außenmärkten Tritt zu fassen. Sie bedienen sich hier speziell des Netzes der deutschen Außenhandelskammern aber auch privater Consultingunternehmen.
Innerhalb seines KMU-Markterschleißungsprogramms und von Branchenexportinitiativen schreibt
das BMWi über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verschiedene Veranstaltungsreihen wie Informationsveranstaltungen über Außenmärkte in Deutschland, Einkäufer- und Informationsreisen für ausländische Kunden in Deutschland, Markterkundungsreisen und Geschäftsanbahnungsreisen für deutsche KMU im Ausland aus.
Die Dr. Pfau Wirtschaftsberatung ist innerhalb dieser Programme bereits seit 1996 aktiv und erfolgreich weltweit unterwegs. Sie berichtete auf einer Zusammenkunft bei der SVG über diese Arbeit und über Geschäftschancen, die sich aus diesen Förderinstrumentarien für leistungsstarke Mittelständler ergeben können.
Bei seiner Zusammenfassung am Ende der Veranstaltung sagte der Vorstandsvorsitzende der SVG AG: „Ja, wenn das extra für uns Mittelständler gemacht ist, warum denn nicht? Man muß dann schon auch mal über seinen eigenen Tellerrand hinauskucken“ – und er meinte damit die Exportinitiative „Zivile Sicherheitstechnologien und Sicherheitsdienstleistungen“ des BMWi.
So nahm die SVG Ag folgerichtig am 26.09.2013 an einer vom GTC und der Dr. Pfau Wirtschaftsberatung im Auftrage des BMWi im Berliner Haus der Wirtschaft durchgeführten Informationsveranstaltung zum zivilen Sicherheitsmarkt in der V.R. China teil. Sie führte sehr interessante Gespräche mit dem Hauptreferenten zum Thema aus China. Im Ergebnis dieser Veranstaltung reifte dann der Entschluß, die Verhältnisse vor Ort zu prüfen, wofür es vom 18.-24. Mai dieses Jahres im Rahmen einer Geschäftsanbahnungsreise des BMWi eine willkommene Gelegenheit gibt. Diese Veranstaltung wird von der AHK Greater China in Guangzhou und Beijing gemeinsam mit der Dr. Pfau Wirtschaftsberatung vorbereitet und durchgeführt. Die Vertreter der SVG erhalten dort die Gelegenheit mit chinesischen Unternehmen aus der zivilen Sicherheitsbranche, mit Entscheidungsträgern aus Behörden und Stiftungen zusammenzutreffen und sich selbst zu präsentieren. Sie werden gezielt Unternehmen besuchen und sich so einen Eindruck über die Businesskultur in China, die wirtschaftlichen Interessen potentieller Geschäftspartner und konkrete Anforderungen an gewünschte zivile Sicherheitstechnologien und Sicherheitsdienstleistungen aus Deutschland verschaffen.
Ein solcher Blick über den Tellerrand hinaus ist nicht nur interessant sondern eröffnet auch eine gute Chance auf geschäftliche Kooperationsmöglichkeiten, die sich sonst so mit Sicherheit nicht eröffnen würden. Sie erweitert den Geschäftshorizont und das allein ist schon gut und wichtig.

Dr. Thomas Pfau